Was ist die Waldgenossenschaft?


Quelle: Forstzeitung 11/99

 

Die Waldgenossenschaft ist eine Agragemeinschaft und besitzt 1325 ha Wald (Einschag 6500 fm). Die Einkünfte aus Nebennutzungen wie Jagd, Sport und Hüttenverpachtung betragen 30%. "Die jetzige Rechtsform ist für uns die richtige, sonst hätte sie auch nicht über 400 Jahre gehalten, so Vorstand Karl Moser. Der Wirtschaftsausschuss der Genossenschaft besteht aus neun Personen und ist der Generalversammlung verantwortlich. Der gewinn wird in "Steuerkronen" umgerechnet und anteilsmäßig an die Mitglieder ausgeschüttet. Für Arrondierungen oder Ablösen ist ein Stammkapital in den "Normalen" vorgesehen und vorhanden.

 

über 400 Jahre Eisenerzer Waldgenossenschaft

Im September 1998 feierte die Eisenerzer Waldgenossenschaft ihr 400-jähriges Bestehen. Die Wälder im Süden von Eisenerz gehörten einst einem adeligen Frauenstift in Göss. In Eisenerz hatten sich damals unklare Verhältnisse bei Schlägerung, Steuerabgabe und Untertanenpflichten eingeschlichen. Nach Verhandlungen waren die Stiftsfrauen bereit ihre Wälder an die "ehrsame Bürgerschaft und Gmein und Ihren Nachkommen"  um 3000 Gulden zu verkaufen. 1880 wurde in einer Generalversammlung die Teilhaberschaft geklärt. So entstand die Privatgesellschaft "Eisenerzer Waldgenossenschaft".